Bewusstsein fördern

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Sich des eigenen Seins wieder bewusst werden 

Schwitzhüttenzeremonie in Nüziders.

Die erste Vollmondnacht im neuen Jahr am vergangenen Dienstag war der Anlass für Sabrina Capelli, Monja Hämmerle und Ursula Gantner eine Schwitzhüttenzeremonie in Nüziders durchzuführen.

„Schwitzhütten sind eine alte indianische Tradition. Sie dienen dazu, Altes loszulassen, in der eigenen Mitte anzukommen und sich des eigenen Selbst wieder bewusst zu werden“, erklärt Sabrina Capelli, die über viel Erfahrung mit der Leitung von unterschiedlichen Formen von Schwitzhütten verfügt. Vor zwölf Jahren hat sie ihren Eltern zu deren Silberner Hochzeit eine indianische Zeremonie geschenkt, ein Ritual in einer Schwitzhütte hat auch dazugezählt. Diese Erfahrung war für sie intensiv, ihr Interesse war geweckt – seither verbringt sie fast jedes Jahr einen Monat in Montana in Amerika. Dort nimmt sie regelmässig an verschiedenen Ritualen teil und wurde von einem Medizinmann der Crow-Indianer autorisiert, die Schwitzhütten auch in Europa durchzuführen.

Jahreszeiten als Symbol

Schwitzhütten werden jeweils bei Vollmond abgehalten und haben unterschiedliche Inhalte. Letzten Dienstag waren die Themen Dankbarkeit, Verbundenheit mit der Natur und die Rückbesinnung auf sich selber im Vordergrund – und dies immer vor dem Hintergrund des Bewusstseins der unterschiedlichen Jahreszeiten als Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens.

Schon beim Hinkommen zum Schwitzhütten-Platz war ein großes Feuer zu sehen. Rund um das Feuer waren fünfzehn Teilnehmer versammelt. In dem Feuer wurden Steine zum Glühen gebracht, die später die Schwitzhütte erhitzen sollten. Die Schwitzhütte selber war ein Weidengestell, das mit Decken abgedeckt wurde. Es sah wie eine kleine Kuppe aus und sollte eine Gebärmutter symbolisieren, wie Monja Hämmerle erläuterte. Obwohl es Anfang Jänner und sehr kalt war, zog sich die ganze Gruppe nur mit einem Handtuch bekleidet in die Schwitzhütte zurück. Anfangs war das für neue Teilnehmer recht befremdlich. Es wurde jedoch recht rasch regelrecht heiß in der Hütte. In völliger Dunkelheit vergaß man Zeit und Raum – eine Rückführung zu den wesentlichen Werten des Lebens war dadurch möglich. Das Ritual wurde an diesem Abend sehr behutsam von allen drei Frauen geleitet.

Abgrenzung zu Esoterik

„Sauna hat mit Wellness zu tun, Schwitzhütten haben einen spirituellen Aspekt. Für mich ist dies eine ideale Ergänzung zu meinem berufsbegleitendem Studium für klinische Psychologie und Rehabilitationspsychologie“, erklärte Ursula Gantner. „Schwitzhütten sind inzwischen recht populär. Es braucht jedoch eine fachkundige Ausbildung und viel Gefühl für die Dynamiken in der jeweiligen Gruppe“, betont Sabrina Capelli. Es nehmen Leute aus unterschiedlichsten Altersgruppen und Berufsschichten an solchen Zeremonien teil. Mittlerweile werden Schwitzhütten auch als Teambildungs-Seminare für Firmen angeboten. Die Teilnehmer am letzten Dienstag waren jedenfalls begeistert. „Es ist eine neue Erfahrung – sehr spannend, aber auch sehr wohltuend“, sagte Andrea Scherrer aus Übersaxen.

Factbox:

Der durch Sabrina Capelli, Ursula Ganter und Monja Hämmerle neu gegründete Verein „besusstSein“ veranstaltet regelmäßig Schwitzhütten. Geplant sind unter anderem Vollmond- und andere Wanderungen, Bogenbauen, auch altes Wissen und Ritualen soll wieder aktiviert werden.

 

von Monika Bischof – vielen herzlichen Dank 🙂

 

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Sabrina Capelli
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